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Hi,

bestimmt hast Du auch schon mal von Vipassana-Meditation gehört.
Im Prinzip geht es darum, daß man zehn Tage mehr oder weniger von morgens bis abends schweigend in Meditation verbringt.
Anscheinend gibt es zwei Schulen, wobei die eine sehr streng ist: Man darf keine körperlichen Übungen wie Asana machen und zum Teil werden Leute wohl auch schon fast gezwungen im Lotus zu sitzen. Bei der anderen Richtung gehören Yoga Asana-Übungen mit dazu und man kann auch anders als im Lotus sitzen.

Zentren, in denen man so einen Retreat mitmachen kann, gibt es anscheinend auf der ganzen Welt.
Ich selber habe noch keinen mitgemacht, möchte das aber gern mal machen.
Alle, die es gemacht haben, waren begeistert davon.
Wäre super, wenn jemand von seinen Erfahrungen berichten könnte.

Tags: meditation, retreat, vipassana

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ich habe das mal vor jahren gemacht - und es ist eine sehr interessante "reise". im lotus musste ich nicht sitzen - aber asanas durften auch nicht geübt werden. man soll sich nur auf die meditation konzentrieren. abends gibt es immer einen vortrag (ca. 1 stunde). da der damals vom tonband war, ist es mir doch sehr schwer gefallen wach zu bleiben - da es morgens immer sehr sehr sehr früh losgeht. alles in allem war es toll und ich kann es nur empfehlen. allerdings ist die rückkehr in die "wirkliche" welt doch etwas gewöhnungsbedürftig... ;-)
Ah, interessant, Christina.
Wo hast Du denn den Kurs gemacht, wenn ich fragen darf`?
Hallo Thore,
ich habe gerade zum 2. Mal eine Vipassana nach S.N. Goenka in Indien gemacht, die erste vor etwas über einem Jahr in Dharamkot (Nähe Dharamsala) und die zweite vor 6 Wochen in Igatpuri (Nähe Mumbai). Beide Zentren haben mir sehr gut gefallen auch wenn sie komplett unterschiedlich waren, was die Größe und den Komfort angeht. Das Essen war übrigens immer superlecker!
Den Tagesablauf (wake-up um 4 Uhr morgens) und den Code of Discipline findest Du hier: http://www.dhamma.org/
Wie man sitzt ist nicht streng vorgeschrieben, es wäre schön, wenn man kreuzbeinig ohne Rückenunterstützung sitzen kann. Da aber einige ja auch Knie- oder Rückenprobleme haben, werden auch Rückenlehnen oder Stühle angeboten. Und man kann soviele Kissen benutzen wie man möchte (z.B. um die Knie im Schneidersitz zu unterstützen).
Insgesamt meditiert man ca. 12 Stunden pro Tag, von morgens 4.30 bis Abends um 21.30 (natürlich mit Pausen).
Asanas sind in der Tradition nicht streng verboten, allerdings gibt es dafür wenig Raum und Zeit. Ich habe es einmal ausprobiert, aber für mich hat es nicht gepasst und so bin ich ganz bei der Meditation geblieben. Wenn man sich tief auf die Meditation einlässt und die Methode wirklich beherzigt, haben die meisten Leute sehr schöne Erfahrungen und nehmen viel aus den 10 Tagen mit.
Ich kann das wirklich sehr empfehlen und werde es auch noch häufiger machen. Ich würde gern mal eine 20- oder 30tägige Vipassana machen, doch dafür muss ich erstmal 5 10tägige absolviert haben.
Liebe Grüße
Janne
Auch sehr interessant. Danke für die Infos, Janne.
Als ich letzten Sommer auf Koh Phangan war, hatten mir einige vom Vipassana-Retreat erzählt. Dort haben die morgens Yoga gemacht. Geschlafen wurde auf Beton auf dünnen Matten. Aber alle sagten, daß es kein Problem war, weil man eh so müde sei.
Von dem Essen haben auch alle geschwärmt :D
Wow! 12 Stunden am Tag sind schon richtig lang. Ich kann mir vorstellen, daß ich da schnell das Bedürfnis habe, mich mal auszustrecken und zu twisten ;D
Schön zu hören, daß es beim Sitzen dann wohl doch meistens eher verständnisvoller zugeht als bei der einen Geschichte, die ich gehört hatte, wo jemand danach, wochenlang Knieschmerzen hatte.
Mußtest Du Dich für die Retreats in Indien wochenlang vorher anmelden oder kann man kurzfristig teilnehmen?
Und was kostet das ganze? Ich habe gehört, man zahlt auf Spendenbasis. Was ist dann so der normale Spendenbetrag, falls es den überhaupt gibt.
Ja, das harte Schlafen gehört zum "asketischen" Lebensstil und hat mir etwas Probleme bereitet. Ich hatte ein 6mm Yogamatte mit, die habe ich noch zusätzlich unter die Matratze gelegt, dann ging es.
Als Old Student (wenn man schon mal eine Vipassana gemacht hat) darf man zusätzlich nach 11 Uhr morgens nichts mehr essen, das war für mich auch ziemlich hart als Pitta-Typ mit hohem Verbrennungsfeuer.
Ich habe morgens nach dem Aufstehen auch immer ein paar Yogaübungen gemacht, das ist auch okay und ja auch kein Vergleich zu einer kompletten Primary, die man evtl. sonst morgens übt.
Für beide Vipassanas habe ich mich sehr lange (ca. 3 Monate) vorher angemeldet, weil sie mir sehr wichtig waren und auch einer der Gründe waren, warum ich nach Indien gefahren bin. Es wird auch immer nur ein begrenzter Prozentsatz an Westlern zugelassen. Als guter Inder sollte man einmal im Leben eine Vipassana gemacht haben und so sind je nach Zentrum ca. 80-90% Inder in dem Kurs (Männer + Frauen streng getrennt), was auch eine ziemliche Geräuschkulisse während der Meditation zur Folge hat, da die Inder keine Körpergeräusche unterdrücken. So übt man sich als Westler gleichzeitig in Toleranz = sehr positiver Nebeneffekt!
Ob noch Plätze in der Vipassana frei sind, siehst Du auch auf der Website.
Die Vipassana nach S.N. Goenka ist auf Spendenbasis. Mit Deiner Spende ermöglichst Du dem nächsten "Student" an der Vipassana teilzunehmen. Du zahlst also nicht für Dich, sondern für den nächsten, der kommt. Von einem Inder weiß ich, dass ein angemessener Betrag für Inder ca. 500 Rupies (7,50 Euro) und für Westler ca. 1.500 Rupies (ca. 22,50 Euro) für die gesamten 10Tage ist. Die meisten Westler zahlen aber deutlich mehr und man hat am Ende tatsächlich das Gefühl, dass diese Zeit, die man dort verbringt wirklich unbezahlbar ist (auch wenn sich die ersten Tage evtl. zunächst anders anfühlen und man auch gern mal alles hinschmeissen möchte ;-)
Faszinierend. Thanks for sharing :-)
Ich hoffe, ich komme dieses Jahr dazu.

Lieben Gruß
Thore
ich kann mich den erfahrungen und ausführungen von janne nur anschließen. allerdings war ich nicht in indien, sondern in bad herrenalb - das zentrum gibt es glaube ich nicht mehr. vor ein paar jahren wurde in den neuen bundesländern ein zentrum eröffnet, welches auf den fotos im netz auch sehr schön aussieht. damals war es ein altes schullandheim mit "richtigen betten und matratzen". spendenbasis gilt auch in deutschland - jeder gibt so viel er kann. männer und frauen sind auch hier streng getrennt - aber auch zu gleichgeschlechtlichen ist jeglicher augenkontakt "verboten", damit man sich wirklich auf sich selbst konzentrieren kann. (dass es keinen kontakt zur "außenwelt" gibt versteht sich von selbst.) die einzigen, mit denen man reden darf, sind die leiter, die jeden tag sprechzeit haben. die anmeldezeiten sind in deutschland glaube ich nicht so lang, schau einfach auf die hp. das essen ist tatsächlich sehr lecker - meist vegan - wobei es auch daran liegen mag, dass es die einzige "ablenkung" des tages ist. ;-) nachmittags/abends gibt es für die, die zum ersten mal da sind etwas obst und eine suppe - wiederholungstäter fasten ab dem mittag bis zum frühstück. der 10tageskurs hat also auch noch einen entschlackungseffekt.
viel spaß auf der reise nach innen... ;-)
...dieses Kloster ist Wat Suan Mokh in der Nähe von Suratthani in Chaia, hier Kosten 10 Tage 50 Euro
sehr zu empfehlen!

Lieben Gruß und viel Spaß dabei
Britta
ich hab genau vor einem jahr meinen ersten 10-tages vipassana-kurs in einem goenka zentrum in mumbai absolviert, dort war goenka sogar hoechstpersoenlich und man konnte ihn treffen. gesundheitlich geht es ihm nicht mehr so gut. er sitzt jetzt im rollstuhl. 6 wochen dannach habe ich einen weiteren kurs gemacht in igatpuri wo janne auch war. das zentrum ist wirklich sehr schoen und ich habe noch um ein paar tage verlaengert um beim ab/- und aufbau zu helfen.

meine erfrahrung ist das mir die intensive (es ist wirklich sehr intensiv!) meditation sehr geholfen hat, aber ich weiss nicht ob es jedermanns sache ist. ich habe noch einen weiteren vipassana-kurs gemacht in der mahasi tradition im gaia house in devon, uk (www.gaiahouse.co.uk). gerade als europaer ist es zugaenglicher denke ich. es ist sehr schoen dort und das essen ist der hammer! vieles wird im eigenen gemuesegarten angebaut, man kann alle moeglichen sonderwuensche stellen: vegan/ gluten-frei/ vegetarisch/ nur gemuese ....

was mir auch gut gefallen hat, war dass die 'regeln' viel lockerer sind, kann natuerlich ein nachteil sein wenn man nicht so dizipliniert ist in der meditation, aber nach den goenka-kursen war das kein problem fuer mich ;) man kann auch wandern gehen in den pausen, oder gehmeditation im garten machen (bei goenka verboten). es gibt sogar einen yogaraum und manche kurse beinhalten auch qi-gong/tai-chi/ yoga. noch ein bonus waren jeden tag interviews, gruppen- sowie private mit den lehrern und jeden abend frage- und antwortrunden. was meiner meinung nach bei goenka zu kurz kommt. jedoch bin ich den goenka-kursen unendlich dankbar fuer die erfahrungen, die ich dort gemacht habe. langfristig habe ich mich in meiner meditationspraxis in eine andere richtung entwickelt, und um die laengeren kurse in der goenka tradition machen zu koennen muss man schon sehr viele kurse besuchen, was fuer mich nicht in frage kommt.

nicola
Hi, I understand German okay but writing is too hard so I will write in English (sorry!!!). This discussion is really interesting. Thanks!

I have also been to Gaia House in Devon. I attended a week long vipassana retreat but it also included a daily Yoga asana class. Gaia House is an amazing place. If you can't get there and/or don't have much time you should google Christopher Titmus who was actually one of the founders or Gaia House and also offers retreats at Spirit Rock in the US (Jack Kornfield led retreat center). Christopher does a few weekend and I think some longer vipassana retreats in Germany each year. I have been on two of his weekend retreats. They were both really insightful. He's quite a guy. Check him out. In fact, here's a link... www.insightmeditation.org/
Interesting stuff.
I just checked Christopher's schedule for events in Germany. He'll visit for a few days in March.
For those who are interested:
Thursday morning 9 am March 11 to noon Sunday March 14, 2010

Dharma Facilitators Programme (DFP).

Pauenhof e.V.
Pauendyck 1
D - 47665 Sonsbeck Hamb (40 minutes from Düsseldorf)
Germany
Tel. +49-(0)2835 / 44133
www.pauenhof.de

christopher@insightmeditation.org

Anyone with Dharma/inner work experience can join the DFP at any time. We meet twice a year.

There are places for 35 people to look into and share the depths of the Dharma. Please register with Pauenhof to stay. There is no need to register with myself.
Hallo zusammen,

ich finde die Vipassana Meditations-Technik an sich auch super. Leider lehnt mich das deutsche Zentrum in Bayern für den 10-Tages-Kurs ab, da ich in Reiki eingeweiht bin. Das ist zumindest meine Vermutung, warum ich keine Zusage erhielt.
Ich hatte die selbe Erfahrung auch auf Sri Lanka gemacht, wo mir ein sehr geduldiger Buddhist versuchte den Grund zu erklären, ich ihn aber einfach nicht verstand.

Hat hier jemand von Euch Infos darüber? Inwiefern kollidieren Reiki und Vipassana? Ist es gefährlich beides zu praktizieren? Wenn ja, warum?

Vielen Dank und Hari Om

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Erstellt von ThoreS 24. Apr 2008 at 12:54. Zuletzt aktualisiert von ThoreS 24. Apr 2008.

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