
Bei Shantaram von Gregory David Roberts handelt es sich nicht um ein Yoga-Buch, sondern um einen auf Tatsachen basierenden Roman, der größtenteils in Bombay spielt.
Das Buch ist so eine Art Standardlektüre unter Indien-Travellern, so scheint es mir.
Als ich vor ein paar Wochen in Goa war, hat Suse mir davon vorgeschwärmt. Ich hab's mir dann auch gleich im Manali-Bookshop in Anjuna gekauft und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Und mehrere Male ist es mir passiert, daß mich Leute beim Lesen in einem Café oder Restaurant auf das Buch angesprochen haben und mir sagten, wie toll sie es auch fanden.
Ich bin noch nicht ganz durch. Es hat knapp 1.000 Seiten und ich bin jetzt so bei Seite 700. Die ersten Seiten gingen superschnell, aber bei den Kriegsszenen in Afghanistan bin ich dann etwas steckengeblieben ;-)
Das Buch erzählt die Geschichte des Australiers Lindsay, der nach seiner Flucht aus dem australischen Gefängnis nach Bombay flieht und dort untertaucht.
Er findet dort eine Vielzahl von Freunden, verliebt sich, wird Slumbewohner und so eine Art rechte Hand des lokalen Mafia-Bosses u.v.m..
Das Buch ist superlustig, sehr leidenschaftlich und bietet eine Vielzahl von interessanten Charakteren. Man erfährt viel über das Leben in Bombay, die Subkulturen dort, so daß ich gleich Lust bekam, da einmal hinzureisen.

Der Autor hat Philosophie studiert, meine ich, und entsprechend gibt es in der Story auch eine Vielzahl von philosophischen Diskussionen und Betrachtungen. Und das nicht in trockener Weise, sondern so, daß man selber zum Denken darüber inspiriert wird.
Man erfährt leider nicht, was nun Fakt ist und was Fiktion, aber das macht auch nichts.
Ich kann mir gut vorstellen, daß nach dem großen Erfolg von 'Slumdog Millionaire' bald dieses Buch verfilmt wird. Stoff bietet es auf jeden Fall reichlich.
Es gibt auch eine Website zu dem Buch:
http://www.shantaram.com
Kennst Du das Buch schon?